Yoga und Schlaf - mehr Erholung auf allen Ebenen

18.10.2023

Yoga wirkt auf ganzheitliche Weise und die regelmäßige Praxis ermöglicht dir, die Effekte auch abseits der Matte zu erfahren und so unter Anderem auch besser zu schlafen. 

Warum das so ist, erfährst du hier. 

  • Muskelentspannung: Beim Yoga nehmen wir kraftvolle Haltungen ein und aktivieren unsere Muskulatur. Mit Positionen der Dehnung wird das Gewebe wieder gelockert und in der abschließenden Endentspannung geben wir dem Körper die Möglichkeit, den natürlichen Gegenpol der Aktivierung – die Entspannung zu erfahren. Oft sind Verspannungen im Rücken, den Schultern und im Nacken, Auslöser von Schlafproblemen. Und genau hier wirst du einen Unterschied erleben, wenn du regelmäßig Yoga praktizierst.
  • Verbesserte Durchblutung: Die körperliche Yoga Praxis mit den vielseitigen Positionen und Übungen fördert die Durchblutung und versorgt deinen Körper besser mit Sauerstoff. Dies kann dazu beitragen, dass du dich entspannter und ruhiger fühlst, auch wenn du ins Bett gehst.
  • Abstand zu Gedanken aufbauen mit Meditation: In meinen Yogastunden lade ich dich immer wieder ein, achtsam zu sein, im Hier und Jetzt anzukommen und Präsenz für das, was ist aufzubauen. Du trainierst deine Fähigkeit, wertfrei und offen, dem Moment, dir selbst und deinen Gedanken zu begegnen, ohne gezwungenermaßen darauf einzugehen. Diese Fähigkeit unterstützt dich, belastende Gedanken, die Ursache für Schlafstörungen sein können, leichter ziehen zu lassen.
  • Verbesserte Atmung: Der Atem stellt eines der wichtigsten Werkzeuge der Yoga Praxis dar. In den Yoga Stunden lernst du, tiefe und volle Atemzüge zu ziehen. Die Positionen schaffen Weite und Raum im Körper, damit der Atem Platz hat, um zu fließen und dadurch voller werden kann. Du übst außerdem, den Atem auf sanfte und effektive Weise zu regulieren und so die Sauerstoffversorgung deines Körpers zu optimieren. Ein ruhiges und gleichmäßiges Atemmuster, das dich die Yogastunden finden lassen, kann dir helfen, leichter einzuschlafen und durchzuschlafen.

Wie du deinen Atem ganz gezielt für einen guten Schlaf nutzen kannst, erlebst du am Besten mit der effektiven Übung der Wechselatmung. Probiere es gleich aus!

  • Stressausgleich: Yoga unterstützt dich nachhaltig darin, Stress auszugleichen und ein physiologisches Gleichgewicht herzustellen. Körperliche Haltungen, Atemübungen (Pranayama) und Achtsamkeitstechniken sowie Meditation fördern eine ganzheitliche Entspannung, die den Schlüssel zu einem erholsamen Schlaf darstellt.

Wie Stress auf deinen Schlaf wirkt und wie wichtig der Ausgleich von Stress für einen erholsamen Schlaf ist.

Schlafstörungen sind in der modernen Gesellschaft weit verbreitet und ein oft dominierender Grund dafür ist Stress.

Zwischen Stress und Schlaf besteht eine komplexe Wechselwirkung. Stress kann erhebliche Auswirkungen auf den Schlaf haben, und Schlafprobleme können wiederum Stress verschlimmern. Bei anhaltender Stressbelastung leidet dein Schlaf, denn:

  • Stress aktiviert das sympathische Nervensystem, was zu einer gesteigerten Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol führt. Dieser physiologische Zustand wirkt einer entspannten und erholsamen Nachtruhe entgegen, weil er den Körper in einem alarmierten Zustand hält.
  • Stress kann außerdem zu nächtlichem Erwachen und Schlafunterbrechungen führen, wodurch der Schlafzyklus gestört wird. Bei großer mentaler Anspannung und dem körperlichen Zustand der Errgtheit, wird das Wieder-Einschlafen oft zur großen Herausforderung.
  • Denn Stress kann das Gedankenkarussell in Gang setzen und so deinen Geist aufwühlen, Irritation erzeugen und andere Emotionen auslösen, die dich wiederum in Aufregung versetzen und das Drehen der Gedanken weiter verstärken. Du liegst wach, wälzt dich im Bett umher und es erscheint unmöglich, den Geist zur Ruhe zu bringen. Sorgen, Ängste und Grübeleien halten dich wach und du findest gefühlt kein Entkommen.
  • Chronischer Stress kann außerdem Veränderungen in der Schlafarchitektur erzeugen, so, dass sich beispielsweise der Anteil an Tiefschlafphasen reduziert. Dadurch wird der Schlaf, der möglich ist, weniger erholsam. 

Die gute Nachricht lautet: Mit gezieltem Stressabbau kannst du die Qualität deines Schlafs verbessern

Techniken zur systematischen Stressbewältigung wie Meditation, progressive Muskelentspannung und Atemübungen können hilfreich sein, um Stress und seine Auswirkungen nachhaltig zu mindern und auszugleichen. Dadurch kann sich die Qualität deines Schlafs maßgeblich verbessern, weil du so, die oben genannten negativen Effekte des Stresses milderst und eine nachhaltige Regeneration erfahren kannst.

Die Zeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlichte eine Studie mit dem Titel "Effect of Mindfulness Meditation on Sleep" (2015), die die positiven Auswirkungen von Achtsamkeitsmeditation auf den Schlaf untersucht.

Stressausgleich einladen, um besser zu schlafen

Genau deshalb ist Stressabbau für einen erholsamen Schlaf so wichtig:

  • Stressabbau senkt Cortisolspiegel: Entspannungsübungen, Meditation und Achtsamkeitstechniken - zentrale Bestandteile der Yoga-Praix - können dazu beitragen, den Cortisolspiegel zu senken, um so den Körper in einen entspannteren Zustand zu versetzen und den Schlaf zu fördern.
  • Stressabbau beruhigt den Geist: Mithilfe von mentalen Entspannungstechniken wie Meditation und oder auch Yoga Nidra und progressiver Muskelrelaxation hast du potente Werkzeuge, um das Gedankenkarussell zu stoppen und deinen Geist zu beruhigen, wodurch das Einschlafen leichter wird.
  • Förderung des Parasympathikus: Entspannungstechniken aktivieren dein parasympathisches Nervensystem, das deinen Körper in einen Zustand der Ruhe und Entspannung versetzt, in dem Erholung möglich wird und du so eine wohltuende Nachtruhe einladen kannst.

Die regelmäßige Yoga-Praxis fördert das Finden von Ausgleich zu Stress und bringt dich zurück in ein Gleichgewicht, das dir mehr Lebensqualität schenkt und wohler durch den Alltag gehen lässt.

Sowohl die körperliche Praxis als auch Meditation, Atemübungen und Achtsamkeitstechniken lassen dich Ruhe und Entspannung erleben und laden auf vegetativer Ebene Regeneration und Erholung ein. Außerdem entwickelst du eine feinere Wahrnehmung für deine Empfindungen und Bedürfnisse, um schneller zu erkennen, wenn sich Belastung und Überforderung ausbreiten und auch gezielter darauf einzugehen und Ausgleich zu schaffen.

Erlebe die wohltuende Kraft von Yoga und Meditation und finde Leichtigkeit in deinem Tun und Sein.